Reinhard Mey sang seinerzeit:

Wind Nord/Ost, Startbahn null-drei
Bis hier hör‘ ich die Motoren
Wie ein Pfeil zieht sie vorbei
Und es dröhnt in meinen Ohren
Und der nasse Asphalt bebt
Wie ein Schleier staubt der Regen
Bis sie abhebt und sie schwebt
Der Sonne entgegen…

Wir hingegen hatten Wind aus Süd/Ost und damit die Runway 15 auf Helgoland. Schon die Woche zuvor kam der Gedanke kurz mal auf nach Helgoland zu fliegen. Doch ganz ordentlicher Seitenwind und mangelnde Vorbereitungen liessen uns an dem Tag eher lokal bleiben.

Doch heute passte alles – das Wetter war für Mitte Oktober sehr sehr gut, die Windverhältnisse passten auch und die Flugvorbereitung für einen Flug auf die einzige Hochseeinsel Deutschlands waren fertiggestellt.

Unser Flug ging von Itzehoe nach St.Peter Ording mit Zwischenlandung und von dort aus direkt nach Helgoland Düne.  Von St. Peter aus sind es „nur“ 50km, die wir über die Nordsee fliegen müssen. 50km Wasser bedeutet, Schwimmweste tragen, keine Landemöglichkeiten für den Fall aller Fälle und ein klares Briefing, was im Notfall einer Wasserung zu tun ist. Eine neue Herausforderung, der wir uns diesmal stellten.

Der Anflug auf St.Peter Ording war schon eine Herausforderung für sich, immerhin erwarteten uns dort rund 15kn Crosswind, die wir aber ganz ordentlich gemeistert haben. Dort angekommen, gönnten wir uns auf der Terrasse des Restaurant „Die Fliegerei“ Getränke und bereiteten uns für den Folgeflug entsprechend vor.

Sollte der Wind auf Helgoland nicht passen – wir erwarteten die Piste 15 – würden wir nur um Helgoland rumfliegen und entsprechend umkehren. Doch tatsächlich herrschte auf Helgoland Düne nur schwacher Wind mit 5-10kn, so dass die 15 völlig problemlos zu schaffen war. Man muss wissen, dass die Piste 15 / 33 mit nur 480m zu der längeren Piste gehört. Die 03 / 21 mit 371m ist schon wirklich arg kurz und das hätten wir eher zu Hause und nicht auf Helgoland üben müssen.

Dort angekommen sind wir mittels der Dünenfähre zur Hauptinsel gefahren und genossen anschliessend die kurze Zeit und das herrliche Wetter auf Helgoland.

Unser Rückflug mit der vereinseigenen Cessna 172 ging über St.Peter Ording ohne Zwischenlandung direkt nach Itzehoe. Bis Sunset hatten wir noch circa eine gute halbe Stunde, so dass wir den Fliegertag richtig gut ausgenutzt haben.

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