Büro mit Meeresblick – oder: Warum der Feierabend manchmal Propeller braucht

Es gibt Tage, da schaut man aus dem Fenster, sieht strahlend blauen Himmel, und denkt: Eigentlich wäre das eine Schande, diesen Tag im Büro zu vergeuden.

Gesagt, getan. Schlüssel raus, Headset rein – aber nicht für ein Teams-Meeting, sondern für die Cessna. Denn manchmal ist das beste Büro eines, das 1.000 Meter über der Nordsee hängt.

Ziel: Wangerooge. Die kleinste der bewohnten ostfriesischen Inseln, autofrei, entspannt, und mit einer Landebahn, die freundlicherweise genau dann auf einen wartet, wenn man Lust auf frische Seeluft hat.

Die Cessna summte zufrieden vor sich hin, unter uns blinkerte das Watt in der Nachmittagssonne, und irgendwo zwischen Festland und Nordsee habe ich beschlossen, dass „früher Feierabend“ deutlich unterschätzt wird – vor allem, wenn man ihn sich aus der Vogelperspektive verdient.

Auf Wangerooge angekommen: Salzluft, leerer Strand, kein einziges Auto weit und breit. Die Kollegen saßen noch im Büro. Ich saß auf einer Düne. Es war gut.

Wer sagt, man brauche dafür eine große Reise oder wochenlange Planung, der hat noch nie spontan eine Cessna geparkt und Wattwürmer beim Sonnenuntergang beobachtet.

Fazit: Manchmal muss man einfach losfliegen. Die To-Do-Liste läuft einem nicht weg. Das Wetter schon.

 

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